Eigennutzung oder Vermietung?

Immobilien eignen sich sowohl zur Eigennutzung als auch zur Vermietung. Darüberhinaus bieten sie als solide Anlageform Schutz vor einer wiederkehrenden Inflation. Noch nie gab es so viele gute Gründe wie heute, den Traum vom Eigenheim zu realisieren:

Wohnknappheit

Baugenehmigungen sind derzeit auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Die Folge: Je weniger gebaut wird, desto mehr droht bezahlbarer Wohnraum zur heiß begehrten Mangelware zu werden. Ist der Zeitpunkt gekommen, werden die Vermieter gnadenlos Mieterhöhungen durchsetzen. Und die Mieter werden Monat für Monat mehr für ihre Wohnung oder ihr Haus bezahlen müssen. Lange dauert es nicht mehr, bis dieses Szenario in begehrten Metropolen Realität wird. Schon jetzt klafft die Schere zwischen dem Bedarf an neuen Wohnungen und dem Neubau immer weiter auseinander. In einigen Ballungsgebieten übersteigt die Nachfrage das Angebot bereits deutlich.

Offene Immobilienfonds im Kommen

Auch die Alternativen zur eigenen Immobilie sind im Kommen: Während die Erträge festverzinslicher Wertpapiere längst im Keller dümpeln, freuen sich Offene Immobilienfonds über einen Wertezuwachs von 47,1 Prozent.

Der richtige Standort

Doch Vorsicht, man sollte auch nicht zu blauäugig an die Sache gehen. Investments in Immobilien zur Selbstnutzung oder Vermietung verheißen zwar mehr Wertstabilität, allerdings kommt es auch auf den Standort an. Die folgende Tabelle zeigt, in welchen Gegenden eine Investition in Immobilien sich richtig lohnt. Standorte mit A-Note signalisieren ein hohes Potenzial und ein geringes Risiko. B-Standorte verfügen über ein überdurchschnittliches Potenzial und ein unterdurchschnittliches Risiko. C-Standorte bedeutet: durchschnittliches Potenzial und durchschnittliches Risiko.

Stadt Feri-Rating Rang
München A 1
Starnberg A 2
Wiesbaden A 3

Mannheim

B+ 4
Hamburg B+ 5
Main-Taunus B 6
Mainz B 7
Dresden B 8
Heidelberg B 9
Düsseldorf B 10
Karlsruhe B 11
Stuttgart B 12
Freiburg C 13
Berlin C 14
Dortmund C 15
Köln C 16
Nürnberg C 17
Aachen C 18
Münster C 19
Darmstadt C 20
Bonn C 21
Frankfurt/Main C 22

Das Feri-Rating für Eigentumswohnungen zur Kapitalanlage beinhaltet die Entwicklung von verfügbaren Einkommen, das Angebot und die Kaufpreisentwicklung bei Eigentumswohnungen. Erforscht wurde es vom Analysehaus Feri.

Günstige Baufinanzierung

Die Finanzierung einer Immobilie birgt derzeit kaum Risiken. Seitdem die Europäische Zentralbank den Leitzins auf 1,5 Prozent gesenkt hat, fielen auch die Kosten für Baudarlehen weiter. Teilweise gibt es sogar schon Hypotheken mit Zinsbindungsfristen von 10 Jahren, die eine 3 vor dem Komma haben. Wer also Schulden in Höhe von 300.000 für einen Immobilienkauf macht, zahlt jeden Monat rund 1200 Euro und schützt sich zehn Jahre lang vor wuchernden Mietpreisen, Inflation und Zinstreiberei der Banken. Für 555 Euro im Monat gibt es von Interhyp ein 100.000 Euro Baudarlehen, das bereits nach 25 Jahren voll getilgt ist. Noch ein Vorteil: Die Zinsbindung gilt über den gesamten Zeitraum. Effektiv kostet dieses Sorglos-Paket 4,61 Prozent. Risikofreudige Neueigentümer, die mit einem weiteren Absturz der Zinsen rechnen, finanzieren ihr Traumhaus vorerst mit einer variablen Hypothek. Die wird von Interhyp zu 2,56 Prozent effektiv vermittelt. 100.000 Euro kosten so bei einem Prozent anfänglicher Tilgung nur 293 Euro/Monat. Einen Haken hat die Sache allerdings: In den Genuss der besten Konditionen kommen nur die Bauinteressierten, die 40 Prozent Eigenkapital mitbringen.

Immobilien als Kapitalanlage

Derzeit erhalten Bauwillige vor allem von kapitalstarken Großanlegern Konkurrenz: Nachdem alternative Investments derzeit an Attraktivität verloren haben, sucht man hier wieder nach einer werthaltigen Klasse und investiert in Immobilien. Der deutsche Markt bietet hierbei mit seinen stabilen Rahmenbedingungen und einer guten Rednite-Risiko-Balance gute Möglichkeiten. Ungeachtet der langfristig rückläufigen Bevölkerungszahl wächst die für die Nachfrage ausschlaggebende Anzahl der Privathaushalte. Wenn man auch als Privatanleger eine vermietete Immobilie hochvolatilen Aktien oder mager verzinsten Anleihen vorziehen möchte, sollte man wie ein Profi handeln. Diese legen bei der Objektauswahl Wert auf langfristig stabile Mieteinnahmen, gute Lagen, eine positive Miet- und Bevölkerungsentwicklung sowie eine unproblematische Bausubstanz. Nur dann erzielt man als Investor neben Mietüberschüssen auch beim Verkauf einen über der Inflationsrate liegenden Gewinn. Marode Wohnungen in strukturschwachen Regionen sind hingegen ein Tabu, selbst wenn sie anfangs mit hohen Mietrenditen locken.

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