Eigenleistungen am Bau richtig kalkulieren

Für tatkräftige Bauherren ist die Vorstellung meist verlockend: Wenn Eigenkapital und Darlehen für die Finanzierung nicht ausreichen, wird eben selbst mit Hand angelegt. Immerhin wird die Eigenleistung am Bau im Volksmund als “Muskelhypothek” bezeichnet. Doch nicht alle Arbeiten lassen sich zwischendurch in Feierabend- und Samstagarbeit erledigen und irgendwann ist auch das Urlaubskontingent erschöpft.

Wenn dann im Laufe der Zeit die Motivation im Freundes- und Familienkreis auch noch nachlässt, kann dies der Beginn ernsthafter Termin- und Geldprobleme sein. Um solche Risiken von vornherein möglichst auszuschließen, sollten Sie auch bei den Eigenleistungen genügend Reserven einplanen, um unvorhergesehene Ausgaben und Schwierigkeiten meistern zu können.

Bei sogenannten “Ausbauhäusern” ist es empfehlenswert, den Preisnachlass durch Eigenleistung kritisch mit den Mehrkosten durch die Selbstbeschaffung des Materials zu vergleichen. Wenn dann Ihr eigener Einsatz nach Abzug der zusätzlichen Materialkosten nicht angemessen vergütet wird, kann es sinnvoller sein, auf Eigenleistungen zu verzichten oder das zusätzliche Eigenkapital durch Überstunden oder Nebenjobs zu erwirtschaften.

Bauexperten gehen übrigens davon aus, dass selbst tatkräftige handwerklich versierte und engagierte Bauherren nur in den seltensten Fällen mehr als 15.000 Euro mit Eigenleistungen sparen können. Das sollte auch für Sie die Obergrenze für den veranschlagten Preisnachlass durch Eigenleistung sein.

One thought on “Eigenleistungen am Bau richtig kalkulieren

  1. Ein Ersparnis von 15.000 Euro ist doch gar nicht so schlecht. Wenn man denn die nötige Zeit übrig hat, lohnt sich Eigenarbeit allemal.

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