Forward-Darlehen zur Zinssicherung

Das Forward Darlehen ist ein spezielles Darlehen, welches inzwischen von vielen Banken angeboten wird und in den Bereich der Anschlussfinanzierung fällt. Der Hauptzweck des Forward-Darlehens besteht darin, eine Zinssicherheit im Rahmen einer weiteren Immobilienfinanzierung zu verschaffen. Die typische Eigenschaft dieses Darlehens besteht darin, dass man schon in der Gegenwart die Möglichkeit hat, die zukünftigen Zinssätze für eine Anschlussfinanzierung festzulegen, die erst in Monaten oder auch in 1-5 Jahren akut wird, weil erst dann die bisherige Zinsfestschreibung fällig wird. Im Gegenzug für diese Zinssicherheit muss der Kreditnehmer allerdings auch einen etwas höheren Zinssatz zahlen, als es bei „neuen“ Hypothekendarlehen in der jeweils aktuellen Situation am Zinsmarkt der Fall wäre. Dieser Zinsaufschlag beträgt normalerweise je nach Anbieter zwischen 0,25 und 0,50 Prozent.

Was sind die Vorteile des Forward Darlehens?
Die möglichen Vorteile eines Forward Darlehens werden insbesondere in der jetzigen Zinssituation deutlich. Derzeit befinden sich die Hypothekenzinsen auf einem in der Vergangenheit kaum da gewesenen Tiefststand, sodass man über kurz oder lang mit wieder ansteigenden Zinsen auch im Kreditbereich rechnen muss. Man kann heute bereits für gut drei Prozent Zinsen ein Hypothekendarlehen in Anspruch nehmen. Da in den kommenden Jahren von Zinssteigerungen auszugehen ist, kann man durch den rechtzeitigen Abschluss eines Forward Darlehens aber noch die jetzt günstigen Zinsen sichern, und zwar schon für die geplante Anschlussfinanzierung. In der Praxis hat man die Möglichkeit, das Forward Darlehen als Anschlussfinanzierung schon bis zu vier oder sogar fünf Jahr vor Auslauf der bisherigen Zinsfestschreibung abzuschließen. Man kann also bei zukünftig steigenden Zinsen mit dem Forward Darlehen eine nicht unerhebliche Summe an Zinszahlungen für die Dauer der nächsten Zinsfestschreibungs-Periode einsparen.

Was sind die Nachteile des Forward Darlehens?
Ein Forward Darlehen bringt immer nur dann einen Vorteil, wenn die Hypothekenzinsen ab dem Zeitpunkt des Abschlusses des Darlehens bis zur Fälligkeit der aktuellen Vereinbarung mindestens um die Höhe des zu zahlenden Zinsaufschlages ansteigen. Falls die allgemeinen Darlehenszinsen allerdings seit Abschluss des Forward Darlehens bis zur Fälligkeit der jetzigen Zinsfestschreibung gleich bleiben, nur geringfügig steigend oder sogar fallen, dann wird aus dem Forward Darlehen ein Verlustgeschäft, also ein größerer Nachteil. Es besteht also beim Forward Darlehen immer das Risiko, dass man aufgrund nicht steigender Zinsen in der Zukunft durch den Zinsaufschlag im Rahmen der späteren Anschlussfinanzierung höhere Zinsen als im Grunde notwendig zahlen muss.

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