Das letzte Mal haben wir die Einkommensseite abgehakt. Nun können Sie sich der – meist deutlich längeren – Ausgabenseite widmen. Hier bietet sich eine Aufgliederung nach verschiedenen Lebensbereichen an.
Einen wichtigen Posten bilden die laufenden Lebenshaltungskosten, die insbesondere die folgenden Positionen umfassen:
- Ausgaben für Nahrungsmittel, Kleidung, Körperpflege etc.
- Heizung, Strom, Wasser, Müllabfuhr etc.
- Abonnements, Telefonkosten
- Fahrkarten
- Kosten für Ausgehen, Bücher, Kultur etc.
Zu den laufenden Kosten kommen die unregelmäßigen Ausgaben, die vielleicht nur ein oder zweimal pro Jahr in größeren Beträgen anfallen. Diese Kosten sollten Sie bei Ihrer Planung auf ein monatliches Budget umrechnen. Die wichtigsten Beispiele:
- Ausgaben für Urlaub
- Versicherungsbeiträge
Auch für größere Anschaffungen, die in längeren Abständen fällig sind, sollten Sie genügend finanziellen Spielraum einplanen. Dazu zählen unter anderem:
- Möbel und andere Einrichtungsgegenstände
- Haushaltsgeräte
- Computer, TV, Videorekorder
Oftmals höher als vermutet sind die Ausgaben für das Auto. Hier wäre es ziemlich leichtsinnig, lediglich mit Benzinkosten und Versicherungsbeiträgen zu kalkulieren, denn die Nebenkosten summieren sich zu stattlichen Beträgen. Je nach Fahrzeug sollten sie pro Monat etwa 300 bis 500 Euro an KFZ-Kosten einkalkulieren. Dazu zählen:
- Kosten für Benzin, Inspektionen und Reparaturen
- Versicherung und KFZ-Steuer
- Leasing- oder Finanzierungsraten
- Nicht vergessen: Rücklagen für die Anschaffung des nächsten Autos bilden!
Auch wenn Sie schon bald Ihr Mieterdasein aufgeben wollen, sollten Sie dennoch die Wohnkosten nicht vernachlässigen. Zwar fällt die Kaltmiete als Kostenfaktor künftig weg, doch im Gegenzug kommen eine Reihe von Aufwendungen neu hinzu: So müssen Sie die Gebäudeversicherung und Grundsteuer künftig ebenso aus eigener Tasche bezahlen wie die Gebühren für die Hausverwaltung, wenn Sie Wohnungseigentümer sind.
Weil auch alle laufenden Renovierungs- und Reparaturkosten selbst zu tragen sind, sollten Sie dafür schon im monatlichen Einnahmen- und Ausgabenbudget eine regelmäßige Rücklage einplanen.