Wenn man mit dem Sparen auf eine Immobilie beginnt, hat man logischerweise ein konkretes Ziel: In einem absehbaren Zeitraum soll das Guthaben bei der Finanzierung der eigenen vier Wände als Eigenkapital eingesetzt werden.
Die Anforderung an die Anlagestrategie ist damit klar: Wenn der Zeitpunkt für den Kauf gekommen ist, sollte das angesammelte Kapital so verfügbar sein, dass es kurzfristig für die Begleichung des Kaufpreises mitverwendet werden kann. Daher sollte man sich frühzeitig Gedanken darüber machen, wie lange die Ansparphase dauern soll und wann man Wohneigentum erwerben möchte.
Dabei steht man vor dem Problem, dass diese Planung nicht auf den Tag genau festgelegt werden kann. Jede Prognose ist mit Unsicherheit behaftet – vor allem dann, wenn sie auf die Zukunft ausgerichtet ist. Das gilt auch für die persönliche Lebensplanung: Es kann immer etwas dazwischenkommen.
Positiv gesehen könnte es dies sein, dass man aufgrund einer überraschenden Schenkung oder eines unerwateten Karriereschritts früher in der Lage ist, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen. Doch umgekehrt kann es auch vorkommen, dass eine Phase der Arbeitslosigkeit oder unvorhergesehene Ausgaben den Umstieg vom Mieter zum Eigentümer verzögert. Überdies lässt sich nicht einplanen, zu welchem exakten Zeitpunkt das Traumhaus oder die Traumwohnung auf dem Markt angeboten wird. Doch wenn das Angebot kommt, ist es gut, wenn man in finazieller Hinsicht zum Zuschlagen gerüstet ist.
Dazu braucht es eine Fälligkeitsplanung, die einem wenigstens ein Mindestmaß an Spielraum lässt. So kann man beispielsweise bei Banksparverträgen Produkte auswählen, bei denen man nach Ablauf einer Mindestspardauer den Zeitpunkt des Abrufs frei wählen kann. Investmentfonds sind ohnehin flexibel und bei Bausparverträgen kann man ab dem Zeitpunkt der Zuteilung ohne Renditeverzicht auf das Guthaben zugreifen. Soll die Auflösung vorher erfolgen, kann es je nach Vertragsvariante vorkommen, dass man auf Extra-Zinsen oder Bonuszahlungen verzichten muss.
Generell gilt: Je näher der Zeitpunkt des Kaufs rückt, umso flexibler sollte das eingesetzte Eigenkapital verfügbar sein. Weil die Kreditzinsen in aller Regel deutlich höher sind als die Zinsen für Geldanlagen, sollten sich Zwischenfinanzierungen von Festanlagen auf wenige Monate oder maximal ein Jahr beschränken.