Immobilienkauf – der Kaufpreis ist nicht alles

Bevor man seine Traumwohnung oder sein Traumhaus wählen kann, braucht man zunächst Klarheit über seine finanzielle Belastbarkeit. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, doch oft genug wird die eigene Finanzkraft falsch eingeschätzt. Jahr für Jahr kommen in Deutschland mehrere zigtausend Immobilien unter den Hammer. Die Gründe dafür liegen nicht selten darin, dass die Finanzierung nach dem Prinzip “Hoffnung” aufgebaut wurde.

Je gründlicher man also seine Finanzierung plant, umso geringer ist das Risiko, dass man nach dem Kauf böse Überraschungen erlebt. Und schließlich will man in seinem neuen Zuhause nicht nur stilvoll wohnen, sondern auch ruhig schlafen.

Bevor man den finanziellen Rahmen festlegt, sollte man wissen, dass dieser nicht mit dem beim Notar fixierten Kaufpreis übereinstimmt. Denn, zum “Netto-Kaufpreis”, der auf das Konto des Verkäufers überwiesen wird, kommen noch einige Posten hinzu. Schon in der ersten ungefähren Finanzierungsplanung sollte man daher die folgenden Nebenkosten berücksichtigen:

  • die Grunderwerbsteuer in Höhe von 3,5 Prozent des im Notarvertrag festgelegten Kaufpreises,
  • die Kosten für Notarvertrag und Grundbucheintragungen, die je nach Höhe der einzutragenden Grundschulden weitere ein bis 1,5 Prozent ausmachen,
  • Wenn man einen Immobilienmakler einschaltet, muss man dessen Provision berücksichtigen – je nach Marktlage und Verhandlungsgeschickt zwei bis vier Prozent plus Mehwertsteuer.
  • Nicht zuletzt sollte man bedenken, dass man nicht alle bisherigen Einrichtungsgegenstände ins neue Eigenheim übernehmen kann – insbesondere die Einbauküche. Für Neuanschaffungen sollte man daher genügend Reserven einplanen.

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