Dass der Kaufpreis allein nicht entscheidend ist, haben wir schon das letzte Mal festgestellt. Anbei eine kleine Kalkulationsaufstellung für den Kauf eines Reihenhauses:
| Kaufpreis Reihenhaus | 250.000 Euro |
| Grunderwerbsteuer 3,5% | 8.750 Euro |
| Notar- und Grundbuchgebühren 1,25% | 3.125 Euro |
| Maklergebühren 3,48% inkl. MwSt | 8.700 Euro |
| Neue Einbauküche und weitere Möbel | 7.500 Euro |
| Gesamtsumme | 278.075 Euro |
Beim Kauf eines Altbaus sollte man darüber hinaus die Aufwendungen für Renovierung und Modernisierung einplanen. Hier sollte man großzügigen Spielraum für unvorhergesehene Aufwendungen lassen, denn die Erfahrung zeigt: Im Laufe einer Renovierung kommen fast immer einige Zusatzarbeiten hinzu, und der ursprünglich geplante Etat wird oft überschritten.
Wäre man in diesem Fall nur von der Finanzierung des reinen Kaufpreises ausgegangen, müsste man mehr als 28.000 Euro nachfinanzieren. Bei sechs Prozent Zins und zwei Prozent anfänglicher Tilgung würde sich die Monatsrate deshalb um 187 Euro verteuern.
Dazu kommt ein weiterer wichtiger Punkt: Je niedriger die Eigenkapitalquote ist, umso höhere Zinsen verlangt die Bank. Wenn man in dem Berechnungsbeispiel 60.000 Euro an Eigenkapital vorweisen kann, scheint die Eigenkapitalquote bei der Finanzierung zunächst bei 24 Prozent zu liegen. Weil man jedoch die gesamten Nebenkosten mitfinanzieren muss, benötigt man ein Darlehen in Höhe von 218.000 Euro. Dieses setzt die Bank ins Verhältnis zum reinen Kaufpreis und damit liegt die Eigenkapitalquote tatsächlich bei nur 12,8 Prozent.
Man sollte seine Kalkulation stets so aufstellen, dass sämtliche Nebenkosten aus dem Eigenkapital finanziert werden. Dann kann man das restliche Eigenkapital dem Kaufpreis gegenüberstellen und daraus die Eigenkapitalquote als Basis für die Finanzierungsverhandlung errechnen.
Sehr wichtige Infos sind das für mich!Bald ich will ein Reihenhaus kaufen!Und ich interessiere mich sehr dafür!Danke für alles!