Die Situation in der Arbeitswelt hat sich gewandelt. Während man sich vor 15 Jahren noch weitgehend auf einen festen Job verlassen konnte, ist eine Anstellung heute oftmals nicht mehr sicher. Außerdem wird in der Abeitswelt heute oftmals ein hohes Maß an Flexibilität verlangt. Oftmals müssen Arbeitnehmer heute dazu bereit sein, den Arbeitsplatz innerhalb Deutschlands häufiger zu wechseln oder gar ins Ausland zu gehen. Ein eigenes Haus ist in solchen Fällen eher ein Klotz am Bein. Vor allem jüngere Angestellte müssen der Karriere wegen häufiger umziehen.
Wer heute nicht weiß, wo er in den nächsten Jahren hinversetzt wird, ist eher weniger für ein eigenes Haus prädestiniert. Es ist nämlich wenig sinnvoll, alle paar Jahre die Wohnung oder das Haus zu verkaufen und irgendwo anders ein neues zu erwerben. Dennoch kann man sich auch in solch einer Situation Gedanken über Wohneigentum machen. Meist möchte man nach einiger Zeit Nomandentums sesshaft werden und sehnt sich nach einem festen Zuhause. Dann sollte man über genügend Eigenkapital verfügen, um Wohneigentum zu erwerben. Das Positive: Die Zeiten der beruflichen Mobilität sind oftmals überdurchschnittlich gut bezahlt. Diese Phase lässt sich nutzen, um gezielt Vermögensaufbau zu betreiben.
Auch wenn man längerfristig mobil bleiben möchte und die eigenen vier Wände eher als Fessel betrachtet, sollte man das Immobilienthema nicht gleich aus den Augen verlieren. Je nach steuerlicher und finanzieller Situation kann der Erwerb einer vermieteten Wohnung als Geldanlage und Baustein für die Altersvorsorge interessant sein. Hier hat man dann die Option, sich beim Auszug eines Mieters für die Neuvermietung oder Eigennutzung zu entscheiden.