Wesentlich moderater als Aktienfonds in ihrem Schwankunsverhalten sind Rentenfonds, bei denen fas Fondsvermögen in börsennotierte Schuldverschreibungen fließt. Die Bandbreite reicht dabei von sicheren europäischen Staatsanleihen oder Pfandbriefen bis zu riskanteren Unternehmensanleihen oder Staatsanleihen von Schwellenländern. Welche Anlagestrategie ein Rentenfonds verfolgt, steht im Verkaufsprospekt.
Zwar bieten diese Fonds nicht die Renditechancen eines Aktienfonds, doch aufgrund der höheren Anlagesicherheit sind sie gut für den mittelfristigen Vermögensaufbau geeignet.
Mischfonds
Bei Mischfonds hingegen ist das Vermögen sowohl auf Aktien wie auch auf festverzinsliche Wertpapiere aufgeteilt. Sowohl bei den Renditechancen wie auch beim Schwankungsrisiko ist diese Fondsgattung zwischen den Aktien- und Rentenfonds angesiedelt. Allerdings kann die Zusammensetzung einzelner Fonds sehr unterschiedlich ausfallen. Auf dem Markt tummeln sich sicherheitsorientierte Mischfonds mit kleinem Aktienanteil ebenso wie aggressiv investierende Fonds, deren Aktienanteil zeitweise bei 80 Prozent oder hoch höher liegen kann. Auch hier ist der Fondsprospekt eine wichtige Informationsquelle, die man vor seiner Anlageentscheidung gründlich studieren sollte.
Zur Gattung der Mischfonds zählen auch die Altersvorsorge-Fonds (AS-Fonds), bei denen meist noch ein gewisser Anteil an Immobilienvermögen zu finden ist. Auch die sogenannten Absolut-Return-Fonds, die eine möglichst konstante Rendite anstreben, sind als Mischfonds konzipiert, bei denen ein Teil des Schwankungsrisikos noch über spezielle Börsengeschäfte abgesichert wird. Dachfonds wiederum sind strenggenommen keine Mischfonds, da sie nicht direkt in Aktien oder Rentenpapiere, sondern in eine mehr oder weniger ausgewogene Mischung einzelner Fonds investieren. Ihre Chancen-Risiko-Struktur ist jedoch mit der eines Mischfonds vergleichbar.