Sparkonto

Wenn es ums Sparen geht, ist in aller Regel die Bank die erste Anlaufstelle. Dort wird dem Kunden eine breite Palette an Sparprodukten angeboten, die jedoch nur zum Teil sinnvoll und rentabel sind. Zunächst die ungeeigneten Produkte:

Mit einem Sparbuch ist man zwar flexibel, aber die Verzinsung lässt doch sehr zu wünschen übrig.  Bei den meisten Banken sind die Sparzinsen so gering, dass nicht einmal die Inflation damit abgedeckt werden kann. Wenn man seiner Hausbank kein Geld schenken will, sollte man auf diese Anlageform verzichen.

  • Tagesgeldkonten bieten eine hohe Flexibilität und meist deutlich bessere Zinsen als Sparbücher. Daher sind sie für die Rücklage oder eiserne Reserve gut geeignet, aber für das mittel- bis längerfristig orientierte Sparen mit festem Ziel gibt es höher verzinste Alternativen.
  • Sparbriefe haben eine feste Laufzeit und im Vergleich zum Tagesgeld einen höheren Zins – aber sie eignen sich nur für die Einmalanlage fester Beträge und nicht für das regelmäßige Sparen.
  • Die beste Lösung beim Banksparen ist normalerweise ein Ratensparvertrag. Die wohl bekannteste Art des Sparvertrags ist das Prämiensparen: Der Anleger und die Bank vereinbaren, dass für eine bestimmte Zeit jeden Monat der gleiche Betrag fest angelegt wird. Am Ende der Laufzeit gibt es zusätzlich zu den Zinsen eine Prämie, was die Rendite insgesamt erhöht.

Doch Vorsicht, genau hier lauert eine Steuerfalle: Wird die Prämie am Ende der Laufzeit ausgezahlt, gilt dies in steuerlicher Hinsicht als einmaliger Zinsertrag – und dann wird unter Umständen der Sparerfreibetrag gesprengt. Daher sollte man sich vorher genau ausrechnen lassen, wie hoch die Prämie ausfallen wird und die Reserven beim Sparerfreibetrag prüfen. Die Alternative hierzu sind Sparverträge mit höherer Grundverzinsung und niedrigerer Prämie, die vor allem beim längerfristigen Sparen steuerschonender sind.

Marktüblich sind Gesamtlaufzeiten von zwei bis zu über zwanzig Jahren. Aber es gibt nicht nur in der gesamten Anlagedauer, sondern auch in der Flexibilität beim Sparen erhebliche Unterschiede. Während manche Banken ihren Kunden nur starre Sparpläne mit festen Monatsraten und Laufzeiten verkaufen, verhalten sich andere Institute wesentlich kundenfreundlicher und zeigen sich in den folgenden Punkten variabel:

  • Die Monatsrate kann während der Laufzeit erhöht, vermindert oder für einige Monate ausgesetzt werden.
  • Über das Guthaben kann man schon vor Ende der Laufzeit verfügen, allerdings gibt es dann niedrigere Zinsen.

Bei unterschiedlichen Monatsraten, Laufzeiten, Grundverzinsungen und Prämien wird einem der objektive Angebotsvergleich von Banken nicht gerade erleichtert. Kein Wunder, denn kein Geldinstitut ist daran interessiert, dem Kunden klar und deutlich zu sagen, ob die Konkurrenz bessere Konditionen hat oder nicht. So muss man eben selbst aktiv werden und dem Anlageberater die Monatsrate und Laufzeit nennen und sich dann das Guthaben am Ende sowie den Effektivzins berechnen lassen.

Beim Vergleich sollte man prüfen, ob die angebotene Verzinsung fest oder variabel ist. In Zeiten niedriger Zinsen sollte man eine variable Verzinsung wählen, um bei steigendem Zinsniveau die Rendite verbesser zu können. Fällt der Zeitpunkt des Abschlusses hingegen in eine Hochzinsphase, sollte man sich die lukrativen Festzinsen möglichst für die Gesamtlaufzeit sichern.

Bei der Suche nach dem günstigsten Anbieter sind die Banken in der Umgebung zwar eine gut erreichbare Anlaufstelle, aber nicht die beste Adresse. Vor allem im Kreis der Direktbanken gibt es oft Angebote mit deutlich besserer Rendite. Man sollte jedoch stets darauf achten, dass die Bank, wenn es sich um eine Genossenschaftsbank oder Sparkasse handelt, dem Einlagensicherungssystem des Bundesverbands deutscher Banken angehört, sondass Kundenguthaben bis zu mehreren Millionen Euro pro Kunde im Falle einer Bankenpleite vollständig abgesichert sind.

Anlegerzeitschriften, wie z.B. das Magazin “Finanztest” von der Stiftung Warentest führen in regelmäßigen Abständen Anbietervergleiche durch. Auf finanztest.de kann man gegen eine geringe Gebühr auf die Datenbank zugreifen und Vergleiche von Sparverträgen runterladen. Dass sich der Aufwand lohnt, zeigt eine einfache Rechnung: Bei einer monatlichen Sparrate von 250 Euro und fünf Jahren Laufzeit bringt ein Anbieter mit 0,5 Prozentpunkten mehr Zins am Ende einen zusätlichen Ertrag von 220 Euro.

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