Auch die Planung der persönlichen Altersvorsorge ist eng mit der Frage verknüpft, ob man langfristig eher ein Dasein als Mieter plant oder die eigenen vier Wände bevorzugt.
Die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung werden schon alleine deshalb immer weiter reduziert werden, weil die Lebenserwartung langfristig steigt. Mehr private Vorsorge ist daher unabdingbar. Doch dieser Anforderung kann man gelassen gegenübertreten, wenn man Wohneigentum besitzt.
Zwar sind vor allem die ersten Jahr mit hohen finanziellen Belastungen und Einschränkungen verbunden, doch wenn die Immobilie schuldenfrei ist, kann man als Eigentümer seine Unabhängigkeit genießen und muss sich auch keine Sorgen mehr um Mietpreissteigerungen machen. Allerdings sollte man daran denken, Rücklagen für eventuelle Renovierungsarbeiten bereitzuhalten.
Schutz vor Inflation
Vor allem in Zeiten der Inflation macht sich dieser Punkt in barer Münze bemerkbar. Ein Beispiel: Bei einer Inflationsrate von zwei Prozent steigt eine Monatsmiete von 600 Euro im Lauf von 15 Jahren auf 807 Euro. Beträgt die Inflationsrate drei Prozent, muss man als Mieter bereits 936 Euro zahlen! Wenn man Wohneigentümer ist, wirkt sich die Inflation lediglich auf die Lebenshaltungskosten sowie die im Vergleich zur Miete weitaus geringeren Wohnnebenkosten aus. Daher sollte man, je nachdem ob man Mieter oder Wohneigentümer ist, die private Altersvorsorge unterschiedlich aufbauen:
- Als Mieter sollte man entweder in jährlich ansteigenden Beträgen sparen und die Zusatzvorsorge von vorneherein so ausrichten, dass im Rentenalter der bis dahin erfolgte Anstieg bei Miete und Lebenshaltungskosten ausgeglichen werden kann.
- Als Eigentümer achtet man in erster Linie darauf, so schnell wie möglich schuldenfrei zu werden. Die Inflation hat nicht nur aufgrund der wegfallenden Miete geringere Auswirkungen, sondern spielt einem beim Schuldenabbau sogar in die Hände: Je höher die Inflationsrate, desto weniger ist die Restschuld im Vergleich zur allgemeinen Kaufkraft wert.